RASHOMON STUTTGART

Erinnerungen sind irritierend. Der „Rashomon-Effekt“ (nach dem Film des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa) ist ein Begriff, mit dem eine Situation beschrieben wird, in welcher ein und derselbe Sachverhalt in widersprüchlichen aber in sich schlüssigen Versionen aus Sicht verschiedener Personen dargestellt, interpretiert oder beschrieben wird.

Das Projekt möchte Bürger*innen der Stadt Stuttgart mit unterschiedlicher Herkunft, auch hier geborene Menschen einladen, uns etwas von ihrem Erinnerungsschatz (mit-)zuteilen. Ab Mitte August 2020 werden Interviewpartner aus der Stadtgesellschaft Stuttgart gesucht. Diese Interviews dienen als Recherchematerial für die Erarbeitung aller künstlerischen Umsetzungen in diesem Projekt.

Gemeinsam mit dem Videokünstler Alexander Schmidt und der Choreografin Pilar Murube wird ein Filmsetting im öffentlichen Raum geschaffen, welches den späteren Parcours vorweg nimmt. Im Ergebnis werden wir eine Tanzinstallation gestaltet haben, die unterschiedliche Stationen durchläuft und im Stadtpalais Stuttgart – als unserem Kooperationspartner – endet.

Diese wird zum Einen im virtuellen Raum sichtbar gemacht werden (als filmische Dokumentation, auf einer eigenen Homepage mit interaktivem Anteil), denn unser Team geht davon aus, diesen Parcours auch LIVE im Frühjahr 2021 einem interessierten Publikum vorstellen zu können.

Wir freuen uns, dass die BLOMST! gUG für das Projekt RASHOMON STUTTGART Projektfördermittel durch den Innovationsfonds des Kulturamts der Stadt Stuttgart sowie vom Landesverband Freier Tanz- und Theaterschaffende BW und erneut von der Stiftung LBBW erhalten hat.

Das vollständige Exposé als PDF-Download.

Foto: Gudrun Bublitz

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